Römische Wurzeln astrologischer Planetensymbole
Götter am Himmel
©Hannelore Goos 2025
Bibliografische Daten:
Götter am Himmel
120 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-73228-800-7
Preis: Euro 12,--
In fast allen westlichen Sprachen werden die Namen Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn zu selbstverständlichen Bezeichnungen für die inneren fünf Planeten des Sonnensystems gebraucht. Dabei ist es den meisten Menschen nicht bewusst, dass es sich im römische Gottheiten handelt. Wer aber waren diese?
Sucht man nach römischen Götternamen für die Planetensymbole wird aber oft die griechische Mythologie herangezogen. Was in der Religionswissenschaft seit ungefähr 100 Jahren gesichertes Wissen ist – der Unterschied zwischen griechischer und römischer Religion – ist populärwissenschaftlich häufig anders dargestellt.
Auch in der Astrologie werden griechische Mythen verwendet, um die Inhalte der gleichnamigen Planetensymbole zu illustrieren.
Wer aber waren die römischen Gottheiten mit diesen Namen? Und was haben sie mit den astrologischen Deutungen heutzutage zu tun? Um diese Fragen geht es in diesem Buch.
Auf der Suche nach mythologischen Resten der ursprünglichen Götter Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn galt es, tief in die Religionsgeschichte einzutauchen, denn bekannte römische Autoren wie Ovid, Vergil und Lukrez haben in ihrer Unterhaltungsliteratur lieber griechische Mythen nacherzählt, als sich um die eigenen Wurzeln zu kümmern. In der Neuzeit wurden diese Schriftsteller dann als Quellen der Religionswissenschaft herangezogen und bei der Auswertung nicht zwischen Dichtung und eigenständiger italischer Überlieferung unterschieden. Die Weltanschauung und Moral der populären Autoren des 19. Jahrhunderts hat darüber hinaus dazu beigetragen, die römischen Originale fast zum Verschwinden zu bringen.
Die noch gefundenen Reste römischer Religiosität werden in diesem Buch mit dem gleichnamigen Planetensymbol verglichen; so kann man erkennen, wieviel der antiken Gottesvorstellung in den Symbolen heutzutage noch zu finden ist. Gleichzeitig werden neue Perspektiven eröffnet, die die Erkenntnis der Bedeutung von Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn in der Astrologie bereichern und vertiefen können.