Der  Lauf des Mondes im Alltag

nach Goos, Juwelen am Himmel, S. 59ff
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Der Mond im Alltag

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©Hannelore Goos 2025
Die Mondphasen sind in einem Kreis angeordnet, Vollmond ist oben, Neumond unten
Der Mond ist unser nächster Himmelskörper, er ist kein Planet, sondern ein Erdtrabant, d. h. ''Begleiter' der Erde. Seine gravitatorische Wirkung kann man auch ohne ausgefeilte physikalische Messinstrumente durch Ebbe und Flut erkennen.

Das Licht, das von ihm ausgeht, stammt reflektiert von der Sonne. Wegen seiner Bahn um die Erde werden immer nur die den Sonnenstrahlen zugänglichen Teile angestrahlt und so entstehen die Mondphasen.

In 27,3 Tagen umrundet der Mond einmal unsere Erde.  Dabei durchwandert er optisch alle Abschnitte der Ekliptik, astrologisch alle Tierkreiszeichen.

Entsprechend der Deutung des Mondsymbols in der Astrologie wird sein Lauf hauptsächlich mit äußeren Einwirkungen in Verbindung gebracht,

insbesondere auf medizinische Eingriffe, Pflanzen im Anbau und praktische Tätigkeiten aller Art.


Vollmond und Neumond sind dabei die Eckpunkte. Sie sind unabhängig vom Tierkreis. Bei Vollmond steht die Sonne von der Erde aus gesehen genau gegenüber dem Mond. Bei Neumond stehen Sonne und Mond von der Erde aus gesehen optisch an der gleichen Stelle.

Da es sich aber bei Sonne und Mond um sich bewegende Körper handelt, die nicht an einer Position stillstehen, sind Vollmond und Neumond

tatsächlich „Durchgänge“, die nicht einen Tag, ja sogar nicht einmal eine Minute dauern. Der Übergang kann zu jeder Tages- und Nachtzeit stattfinden. Die Mondwechsel müssen deshalb immer mit möglichst genauer Uhrzeit beachtet werden.


Die Einträge in Kalendern, die nicht mit einer Uhrzeit versehen sind, können demnach durchaus „falsch“ sein, da nicht angegeben ist, in welchem Zustand (zunehmen/abnehmend) sich der Mond am entsprechenden Tag befindet.

Der Mondstand war zu früheren Zeiten ein Taktgeber für viele Tätigkeiten.

Hausarbeit, Saat und Ernte, Umgang mit dem Vieh – für die unterschiedlichsten Arbeiten

wurde der Mond als Taktgeber herangezogen. In den letzten Jahren scheint das Interesse an diesen tradierten Methoden wieder gestiegen zu sein. Dies spiegelt sich in den vielen „Mondkalendern“, die jährlich gedruckt und verkauft werden. In ihnen ist mehr oder weniger ausgefeilt verzeichnet, wann man welche Tätigkeit in Angriff nehmen sollte.


Rechts ist eine Beispielseite abgebildet. Sie enthält farbig die Tätigkeiten, die man an den entsprechenden Tagen ausüben sollte:

 

Ausgegraut sind die Tätigkeiten, die man an diesen Tagen möglichst nicht vornehmen sollte:


Leider sind die Angaben je nach Autor oder Autorin nicht einheitlich, denn es werden für die Berechnung unterschiedlich entweder der tropische, der siderische oder der faktische

Tierkreis herangezogen. (s. Die Tierkreise)


Man muss also selbst die Erfahrung machen, welche Version dem eigenen

Lebensrhythmus entspricht.

Beispielseite eines Mondkalenders

Allgemeine Grundregel:

 

Paungger, Poppe, Das Mondjahr 2025,
Der farbige Taschenkalender